TEXT ZUR AUSSTELLUNG

vis-à-vi

Malerei und Skulptur von Susanne Zuehlke und Thaddäus Salcher

Vis a Vi – „gegenüber“ oder auch „von Angesicht zu Angesicht“: So präsentieren sich die beiden Künstler Susanne Zuehlke (Karlsruhe)  und Thaddäus Salcher (Pufels, St. Ulrich)  in ihrer Partnerausstellung. „Gegenüber“ kann auch ein Selbstgespräch mit dem Anderen bedeuten. Und so stehen sich in den Zellen in einer besonders stillen und meditativen Ausstellung die Eisenplastiken von Thaddäus Salcher den Farbkompositionen von Susanne Zuehlke gegenüber. Beide konzentrieren sich in ihren Arbeiten auf das Sehen, Thaddäus Salcher „auf das Sehen auf die Welt, was immer ein Nachdenken über die Welt ist“. Auch Susanne Zuehlke zeigt uns in ihren Werken einen Rückzug in einen ästhetischen Raum.  Farbfelder, Malspuren, Linien und Flächen: Ihre Werke bestechen durch die Kombination von Farben, den Farbklang einer Farbfeldmalerei, die Betonung von Expressivität von Form und Farbe  und erzeugen je nach Sehrichtung ein besonders Wahrnehmungserlebnis. Verortet ist die Künstlerin in der „Neuen Abstraktion“, einer gegenstandslosen Malerei mit verschiedenen Spielarten und bedeutenden Vertretern wie Clifford Still, Willem de Kooning, Cy Twombly. Ihre Werke werden ausschließlich aus Flächen konstruiert, wobei der Farbe eine ganz besondere Symbolkraft zugrunde liegt und zukommt. Der Unterschied zum abstrakten Expressionismus liegt in den Werken dieser Künstlerin vor allem in der Ruhe und meditativen Ausstrahlung, welche ihre Farbfelder zu erzeugen vermögen. Sie lotet die ganze Bandbreite der Farbeigenschaften aus, zeigt auf, wie das „Selbst im Blau“ als Spiegel des Universums, der Seele, als Widerspiegelung innerer Befindlichkeiten gelten kann. Auch Thaddäus Salcher  konzentriert sich auf innere Visionen, wenn er seine Eisenskulpturen ganz reduziert, so dass wir zwar die menschliche Figur wahrnehmen, sie aber vor allem als Urformen erleben können. Die eigens für die Galerie gefertigten Werke  beweisen in ihrer Rostfarbe, dass Salcher immer auch Maler ist.  Mit seinen überaus meditativen Installationen hat er zahlreiche Kirchenräume gestaltet, u.a. 2001 den Kunst am Bau-Preis für die Ausgestaltung der Kapelle im Kolpinghaus Meran und 2003 den 1. Preis für die Ausführung der Kapelle im Altersheim St. Ulrich gewonnen. Mit seinem abstrakten Gebilde in der Galerie, wie  das Werk „Resonanz“, beweist Thaddäus Salcher, dass ihm die musikalischen Aspekte in der Bearbeitung der Körper  und Formen bewusst ein Anliegen sind. „Meine Formen vergleiche ich mit der Musik. Sie erzeugen, auch wenn sie Körper sind, Schwingungen“.

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