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BIOGRAPHIE

Pablo Perra

(*1982)

Lebt und Arbeitet in Berlin

www.pabloperra.com

 

Philipp über Pablo.

Pablo lernte ich Mitte der 1990er-Jahre kennen.

Während ich bereits seit einiger Zeit in der Skateboard und Graffiti-Szene aktiv war, gehörte er damals zur neuen Generation. Schon früh fiel sein Stil innerhalb der Szene auf, und mir wurde schnell klar, dass er einen besonderen Zugang zur Kunst hatte. Er besaß schon immer die Fähigkeit, seinen Arbeiten etwas Eigenständigesund Unverwechselbares zu verleihen.

 

Bereits damals gelang es ihm, in seinen Zeichnungen Szenarien zu erschaffen, die den Betrachter unmittelbar in eine Geschichte hineinziehen. Seine Werke erzeugen das Gefühl, Teil einer Szene zu sein und mehr darüber erfahren zu wollen. Genau diese erzählerische Tiefe machte seine Arbeiten für mich von Anfang an besonders.

 

Als Pablo später zum Studium nach Braunschweig zog, verloren wir uns zeitweise etwas aus den Augen. Dennoch verfolgte ich seine künstlerische Entwicklung weiterhin aufmerksam, denn seine Arbeiten waren damals wie heute eine große Inspiration für mich. Nach seinem Studium zog es ihn nach Berlin, wo er begann, seine Art Toys zu produzieren – ein Schritt, mit dem seine künstlerische Laufbahn zunehmend an Dynamik gewann. Seit inzwischen über 15 Jahren lebt und arbeitet er dort in seinem eigenen Studio und produzier unter anderem Actionfiguren für die Berliner Hip-Hop-Szene.

 

Was mich jedoch bis heute am meisten an seiner Arbeit fasziniert, ist die spürbare Nostalgie der 1980er-Jahre, die sich konsequent durch sein Werk zieht und uns auch persönlich stark verbindet. Gleichzeitig erkenne ich in seinen Arbeiten viele Parallelen zu meinem eigenen Schaffen. Der Kontrast zwischen rauer Realität und fiktionalen Elementen, den er in seinen Werken vereint, findet sich auch in meiner Arbeit wieder. Wahrscheinlich waren genau das die Gründe, weshalb ich sofort an Pablo denken musste, als ich gefragt wurde, eine Ausstellung im Gefängnis zu realisieren. Ich wollte schon immer gemeinsam mit ihm ein Projekt umsetzen – und diese Ausstellung erschien mir als die perfekte Gelegenheit dafür.

 

Philipp Klammsteiner

(*1978)

Lebt und Arbeitet in Südtirol

www.philippklammsteiner.com

 

Pablo über Philipp.

Ich erinnere mich noch an den ersten Tag an dem ich Philipp wahrgenommen habe. Wir waren Skateboard fahren mit Freunden und auf einmal tauchen einige ältere Kids auf und einer davon leiht sich ein Board aus und macht einen Ollie über zwei aufgestellte Bretter.

 

„Wow! Wer ist das?“ Fragte ich. „Das ist Pippo Klammsteiner.“ Sagte einer meiner Kumpels. Von dem Tag an wusste ich, ich wollte den kennenlernen. Über die Jahre sind wir gute Freunde geworden. Philipp hatte immer Zugang zu den coolsten Sachen, wie Skateboardvideos auf VHS, Graffitimagazine, die coolsten Klamotten und natürlich die Musik. Ich hab schon immer zu ihm aufgesehen und zu der damaligen Zeit kam man an ihm auch nicht vorbei wenn man in der Skate und Graffiti Szene unterwegs war. Ich meine… der Typ hat sogar seine eigene Skateboardmarke gegründet.

 

Das ist schon sehr cool. Seine Disneyhände sind dann irgendwann überall aufgetaucht und ich fand das sehr interessant wie er den Spagat von traditionellem Graffiti in das sogenannte Streetart machte. Einen Touch an Gesellschaftskritik verpackt mit nostalgischen Elementen die jeder von uns aus seiner Kindheit kennt und liebt. Diese Nostalgie verbindet uns definitiv. Toll ist auch, dass er es geschafft hat eine ganz eigene Ästhetik und Bildsprache zu entwickeln, Die einen hohen Wiedererkennungswert hat. Die Arbeit die er mit den Kollagen aus alten Magazinen macht und dann immer noch das Graffiti mit einfliessen lässt ist sehr stark.

 

Ich hab mich sehr gefreut, dass er mich zu dieser Ausstellung eingeladen hat und ich bin sehr gespannt darauf zu sehen wie diese Ausstellung zusammen funktionieren wird. Das wird auf jeden Fall ein interessantes Erlebnis für Beide und es war echt Zeit dass wir sowas zusammen endlich einmal umsetzen.

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