TEXT ZUR AUSSTELLUNG

Ask me Twice 

Bilder, Objekte, Installationen von Annemarie Laner und Ingeborg Kofler

Die Ausstellung  „Ask Me Twice“ in der Galerie Gefängnis Le Carceri von Ingeborg Kofler/Klagenfurt und Annemarie Laner/Mühlen in Taufers unternimmt eine Reise in das Werk von zwei Künstlerinnen, deren Kunst-Wege sich erstmals an der Akademie für Angewandte Kunst in Wien kreuzten, in der Folge aber unterschiedliche Bahnen nahmen. Die Schau schlägt keinen Bogen von den Anfängen bis ins Heute, sondern konfrontiert anhand einer Auswahl jüngster Objekte, Installationen, Hinterglasbilder und Zeichnungen Unterschiede und Gemeinsamkeiten zweier künstlerischer Entwicklungen. Ausgehend von den besonderen Gegebenheiten des ehemaligen Gefängnisses, seinen räumlichen Facetten und den damit verknüpften Assoziationen eines inneren Ge- und Verfangenseins, entwerfen die Künstlerinnen Situationen, die ihre jeweiligen formalen und thematischen Interessen spiegeln, ohne sich auf eine Perspektive festzulegen.

 

Die Kunst von Ingeborg Kofler zieht entscheidende Impulse aus dem Material selbst. Sie arbeitet bevorzugt auf den Trägermatialien Holz und Glas. Auf den Holztafeln entstehen Zeichnungen, die in ihren Ausdrucksweisen zwischen diffusem Anklang und verdichteter Struktur pendeln. Andere bleiben unbearbeitet, tragen Spuren des Zuschnitts. Format, Proportion, Oberflächenbeschaffenheit des Materials sind von zentraler Bedeutung. In den Hinterglasbildern aus der Serie „Zinnober“ entsteht per Hand eine Überlagerung von Druckspuren. In der Galerie Gefängnis Le Carceri zeigt Kofler neben Hinterglasbildern zersägte, zerstückelte und neu zusammengesetzte Holzobjekte, die thematisch mit Hürde, Aufrichtung, Höhe, Heiterkeit assoziiert werden können.

 

Annemarie Laner entwirft für den Ort Raumsituationen und Installationen, die Themen wie Freiheit, Warten, Wahrheit, Erinnerung narrativ umkreisen. Mit „Kammerflimmern“ greift Laner das inhaltlich wiederkehrende Motiv der Kammer auf und überschreitet die klaustrophobische Enge mit einer humorvollen, anarchisch-schillernden Lustglanz-Geste. Auch ihre animalischen Figurationen als Archetypen innerer Welten ziehen ins Gefängnis ein. In der Zellenarbeit „Remembering Other Days“ gerät eine schuppenartige Häufung von  Zeichnungen zum Erinnerungsstrom und zur überbordenden Gebärde. Eine weitere Installation thematisiert die Leere und Fülle des Wartens.

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