TEXT ZUR AUSSTELLUNG

00110001

Zeichnung, Malerei, Fotografie, Installation von Maureen Kägi und Irene Hopfgartner

Die Ausstellung “00110001” in der Galerie Gefängnis Le Carceri zeigt eine Gegenüberstellung zweier unterschiedlicher künstlerischer Positionen.

 

Irene Hopfgartner beschäftigt sich in ihrer künstlerischen Arbeit mit der Repräsentation von Natur und mit der Inszenierung des Natürlichen. Sie untersucht das Verhältnis des Menschen zur Natur, sein Eingreifen und Manipulieren. Besonders den Gegensätzen, der Natur des Menschen in seiner Komplexität des Lebens und des Todes, lässt sie Raum.

 

’’Unsere Vorstellungen von Natürlichkeit beruhen auf einer kulturellen Konstruktion. Gezielte Eingriffe in die Natur, die Gestaltung und Bezähmung derselben, haben unsere Umwelt über Jahrhunderte geprägt. Die Manipulation von Natur, von Flora und Fauna ist so übergreifend, dass wir die gestaltete Umwelt als die ursprüngliche, die natürliche annehmen.“

Christina Nägele

Für die Präsentation ihrer künstlerischen Arbeiten entwickelt sie Konzepte, die ihre Objekte und Fotografien in kulissenartigen Installationen verbinden. Dazu bearbeitet sie zeichnerisch und fotografisch ihre Objekte, spielt mit Natürlichkeit und Künstlichkeit - immer darauf bedacht, eine Komposition des Ganzen zu schaffen.

 

Im Dialog dazu stehen Maureen Kägi’s Arbeiten, in denen die Auswirkungen der Digitalisierung auf unsere Wahrnehmung untersucht werden. Mit malerischen und zeichnerischen Mitteln wird auf Dynamiken von Digitalität reagiert und durch Überstrapazierung der Technik und Wiederholungen von Bildmustern werden rhythmisierte Strukturen erzeugt. In ihren Arbeiten, die sich in den unterschiedlichsten Medien manifestieren, werden ständig Material, Produktionsumstände, Entstehungsbedingungen, Arbeitsprozesse in den Mittelpunkt der selbstreflexiven Arbeiten gerückt, ohne jedoch den Arbeiten eine gewisse Aura zu entziehen.

 

Vieles in Maureen Kägi’s Werk ist nicht so wie es scheint und überall können immer mehrere Schichten und (Bedeutungs-)Ebenen freigelegt werden. Ihr spielerischer Umgang mit dem Material lässt unübliche Qualitäten hervortreten, nicht ohne Überraschungseffekt.

 

Somit eröffnen ihre Arbeiten Raum zum Atmen. Bei all den überfüllten Räumen unseres täglichen Lebens, die uns mit Eindrücken und Informationen überschwemmen, tun sich in ihren Arbeiten Freiräume auf, die in der Wiederholung eine Ruhe verbreiten, laut genug um gehört zu werden, leise genug um aufhorchen zu lassen.

 

Die Arbeiten der Künstlerinnen werden für diese Ausstellung miteinander kombiniert und inszeniert und bilden im Dialog so neuen Kontext.

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Foto ab/dal 2016 © Nora Sölva

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